Definition von Burnoutprävention:

Burnoutprävention beschäftigt sich mit der Vorbeugung von Burnout durch gezielte Vorgehensweisen und entsprechende Werthaltungen bei Individuen (z.B. Mitarbeiter und Führungskräfte), Organisationen (Unternehmen, Verwaltungen etc.) und deren sozialen Organisationseinheiten (Abteilungen, Teams etc.).

Bei der individuellen Burnoutprävention spielen mentale, organisatorische, emotionale und körperliche Aspekte eine wichtige Rolle. Dazu erfahren Sie Konkretes, lernen Forschungsergebnisse kennen und erhalten Praxistipps in meinem Fachbuch.

Eine Organisation kann ihrer Aufgabe Burnout Prävention und Gesundheitserhalt bzw. –förderung gerecht werden, wenn sie hilfreiche Services (wie EAP) nutzt, ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement umsetzt und den Führungskräften und Mitarbeitern Rahmenbedingungen bietet, die eine salutogene Entwicklung in der Zusammenarbeit massiv unterstützt. Selbstverständlich ist das vorbildliche Verhalten der Manager notwendig und deren Beteiligung an einer salutogenen Organisationsentwicklung und Kulturverbesserung. Dabei spielt das Value Management mit den Werten Profit und Gesundheit eine wichtige Rolle und die Verantwortungsübernahme aller Betroffener: des Managements, der Mitarbeiter und der Fachabteilungen (wie Personalbereich und Betriebsärztlicher Dienst). Erfolgsfaktoren und geeignete Maßnahmen sind von Wissenschaft und Wirtschaft zum Teil erarbeitet. Für die konkrete Organisation wird es zur erfolgreichen Umsetzung von Burnout Prävention entscheidend sein, den eigenen Weg zu finden, bei dem schon in der Umsetzung gilt: der Weg ist das Ziel, nämlich ergebnisorientiertes Handeln gesund zu gestalten, so dass dauerhafte massive Erschöpfung vermieden wird und möglichst langanhaltende Leistungsfähigkeit und Leistungsfreude entstehen.

Bei der Burnoutprävention in Organisationseinheiten, wie Teams, Abteilungen etc., spielt das Führungsverhalten der direkten Führungskraft eine wichtige Rolle. Die Führungskraft ist in der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern Vorbild, Multiplikator, Förderer, Wertevermittler und Gestalter von Beziehungen zwischen Menschen in ihrem Führungsumfeld. Insbesondere letztere Rolle gibt ihr wesentlichen Einfluss und damit Verantwortung in der Burnout-Prävention von Mitarbeitern. Nicht nur eine vorbildhafte Selbstführung, sondern auch ein gesundheitsförderlicher Führungsstil ist wichtig, um Mitarbeiter vor dauerhafter massiver Überforderung zu bewahren. Dieser sollte unterstützungs- und entwicklungsorientiert sein. Ein achtsamer Umgang mit den Ressourcen der Mitarbeiter sowie eine integrierte, gelebte Feedbackkultur sind dabei hilfreich. Sowohl dauerhafte Überforderung als auch Unterforderung sind zu vermeiden. Wichtige Faktoren für eine erfolgreiche und salutogene Mitarbeiterführung sind u.a.: Wertschätzung des Menschen Mitarbeiter und Anerkennung seiner individuellen Leistungen. Klare Ausrichtung und Orientierung im Arbeitsalltag gibt den Mitarbeitern Sicherheit und unterstützt autonomes Handeln in einer Gemeinschaft, die idealerweise von Fairplay und Zusammenhalt geprägt sein sollte. Basis für eine erschöpfungsvorbeugende Mitarbeiterführung ist die Achtung und Berücksichtigung von Gesundheit als bedeutsamen Wert in der Zusammenarbeit und die Akzeptanz von Schwäche und Erschöpfung. Diese Erfolgsfaktoren von Burnout Prävention gilt es im Berufsalltag gemeinsam umzusetzen. Optimierte Arbeitsorganisation, Zeit- und Pausenmanagement helfen zudem einer Erschöpfung vorzubeugen. Eine gesundheitsorientierte Mitarbeiterbefragung sowie Krankenstands-, Arbeitssituations- und Motivationsanalysen sind bei der Salutogenese im Verantwortungsbereich hilfreiche Analyseinstrument, die auch im Falle von bereits vorliegendem Burnout helfen, diesen zu erkennen, um unterstützend entgegenwirken zu können. Belastungen am Arbeitsplatz können durch eine Gefährdungsbeurteilung ermittelt werden.

Burnout-Prävention als nachhaltige Organisationsentwicklung durch die Führungskraft und ihre Kooperationspartner beginnt mit vorbildlicher Selbstfürsorge, um dann mit persönlicher Überzeugungskraft durch die Partizipation der Mitarbeiter und die Einbeziehung von Kooperationspartnern und allen voran der Unternehmensleitung wirksame Burnout-Prävention ganzheitlich zu entwickeln.